„Geschichten im Stall“ mit großer Resonanz

Im Rahmen des vom SPD-Ortsverein initiierten Adventsfensters führte der Männerkreis der evangelischen Kirchengemeinde zwischen dem 23. Dezember und dem 06. Januar die Erzählreihe im Stall bei lebenden Tieren durch. Schafbock „Karlheinz“ und Esel „Gregor“, ausgeliehen von Karlheinz Angst, waren im Stall der Familie Klenk für einige Zeit beherbergt. Auch im wahren Leben stehen sie zusammen auf der Weide. Die Geschichten zur Weihnacht waren teilweise lustig, teilweise besinnlich.

An den einzelnen Tagen haben gelesen: Herbert Ambiel, Gisela Reinhard, Beate Metzler-Klenk, Ulla Förster, Klaus Wittmann, Friedbert Ziegler, Thea Kirsch, Bärbel Rohnacher, Petra Reinmuth, Karsten Emmerich und Reinhard Emmerich. Dazu wurden Weihnachtslieder gesungen. Jeden Veranstaltungstag dabei war Simone Jäger, welche die Lieder an der Gitarre begleitete. Die Resonanz war an allen Tagen sehr gut. Kurz vor Weihnachten waren Schafbock und Esel zum Eigewöhnen in der Scheune untergebracht worden. Fritz Klenk, Günther Walter und Harald Reinhard richteten unter Mitwirkung des Männerkreises in zweiwöchiger Arbeit alles entsprechend her und versorgten die Tiere auch gut. Während sich der Schafbock für den vielen Besuch nicht großartig interessiert zeigte sich der Esel jedes Mal sehr erfreut. Die eingegangenen Spenden werden für die Christusträger-Bruderschaft, eine ordensähnliche evangelische Bruderschaft in Unterfranken, verwendet. Sie setzt sich für medizinische und technische Hilfe im Kongo ein und hat dort auch eine eigene Station. Am 06. Januar kamen auch die Sternsinger noch vorbei und Klaus Wittmann von der katholischen Kirchengemeinde übernahm die Erzählung der Geschichte und die Gebete. Dies war im wahrsten Sinne des Wortes gelebte Ökumene. „Die leeren Hände des Königs“ trug er vor und die Sternsinger spielten dazu und landeten letztlich im Stall bei dem Jesuskind. Die Lieder „Stern über Bethlehm“ und „Von guten Mächten“ wurden gesungen und gesammelt wurde an diesem Tag wie auch bei den Besuchen in den einzelnen Hauhalten für bedürftige Kinder im Libanon und in Syrien. Insgesamt kamen dabei ca. 5.000 Euro zusammen. Reinhard Emmerich bedankte sich am Ende seitens des Männerkreises bei der Familie Klenk für die Überlassung des Stalles sowie bei den vielen Besuchern, welche an den einzelnen Tagen zum Stall gepilgert waren.
Aufgrund der vielen Nachfragen zum Esel „Gregor“ und dem Kamerunschafbock „Karlheinz“ hier noch einige Erläuterungen zu den beiden, notiert von Reinhard Emmerich:
Beide, doch eigentlich sehr unterschiedliche Tiere, sind unheimlich feste Freunde, die sich einander mögen und füreinander da sind. Dem „Chef“ Gregor folgt Karlheinz auf dem Fuß. Bei dem Umzug der beiden von ihrem Stall in die Krippe lief Karlheinz mit weniger als zwei Metern Abstand dem Gregor hinterher. Da sie durch Epfenbach mussten hatte jeder ein Halfter an. Auch in dem Krippenstall merkte man die Zuneigung der beiden. Sie fraßen gleichzeitig aus dem gleichen Trog, ohne sich das Futter streitig zu machen. Der Lebenslauf von Gregor dürfte noch vielen von den Darstellungen vor zwei Jahren recht gut bekannt sein. Von „Karlheinz“, dem Kamerunschafbock, haben wir bisher nichts berichtet. Er ist ungefähr 15 Jahre alt und stammt von einem Schäfer auf der rauhen Alb. Er lebte zusammen mit bis zu 30 Schafen und Gregor auf seiner Weide in Epfenbach. Als er dann mit den übrigen Schafen an einen anderen Schafhalter verkauft werden sollte widersetzte er sich dagegen. Er ließ sich nicht einfangen. Und so durfte er nach einigem Hin und Her in Epfenbach bei Gregor bleiben. Ein portugiesischer Schafhirte namens „Toni“ hat dann auch für einige Jahre die Patenschaft übernommen. Zwischenzeitlich hatte das Veterinäramt etwas gegen das Zusammenleben der beiden. Ein Elektrozaun, der beide voneinander trennte, musste her. Selbst die Gemeindeverwaltung hatte die Pflicht übernommen, das zu überwachen und amtlich den Vollzug der Trennung zu bestätigen. Die Gemeindevertreter hatten vermutlich noch nicht das Rathaus zur Vollzugsmeldung erreicht, da hatte Karlheinz mit seinem gebogenen Hörnern den Elektrozaun schon umgerannt und war wieder bei seinem Freund. Anscheinend haben jetzt alle eingesehen, dass man so gute Freunde nicht trennen darf und so bleiben sie in Frieden und Eintracht miteinander auf ihrer Weide.

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