Museum  

Das Epfenbacher Heimatmuseum wird betrieben und betreut vom „Verein für Heimatpflege Epfenbach e.V.". Dieser Verein wurde von Herrn Helmut Förster mit der Unterstützung durch einige Damen und Herren im Jahre 1965 zunächst unter dem Namen „Arbeitskreis für Heimatpflege" ins Leben gerufen. Man stellte sich das Motto: „Auch wir wollen vor der Zukunft bestehen können“. Ziel war es, an Hand von Fotografien das „alte Dorf“ zu dokumentieren, um Veränderungen im Ortsbild festzuhalten. Auch wurden alte Arbeitsgeräte, Einrichtungsgegenstände, Möbel, Geschirr und viele andere Gegenstände aus Haus, Hof und Werkstatt gesammelt, die von den Einwohnern als überflüssiges Gut zum Teil auf den gemeindeeigenen Schuttplatz entsorgt wurden. So konnte der Arbeitskreis bereits im Frühjahr 1967 im Bürgersaal des Rathauses seine erste Ausstellung zeigen. Die Begeisterung der Bürger und Besucher war groß und von da an fielen dem Verein auch Gegenstände in die Hände, bevor sie auf dem Schuttplatz landeten. Die Sammlung wurde größer und größer. Bürgermeister und Gemeinderäte zeigten sich einsichtig und stellten zur Einrichtung einer Heimatstube den 1. Stock des alten Evangelischen Schulhauses (erbaut 1838) zur Verfügung. Am 16. März 1968 konnte unter Anwesenheit des damaligen Landrates des Kreises Sinsheim, Herrn Dr. Paul Herrmann, die „Epfenbacher Heimatstube“ eröffnet werden. Und die Sammlung wurde immer umfangreicher, viele Gegenstände konnten in den knapp bemessenen Räumen nicht gezeigt werden.

Da bot sich der Gemeinde die Gelegenheit, das Fachwerkhaus im Kreisental anzukaufen. Das Gebäude wurde im Rahmen der Dorfentwicklung und unter der Fachaufsicht des Denkmalamtes außen von Fachfirmen renoviert. Vom Verein wurde, unterstützt von vielen freiwilligen Helfern und durch Epfenbacher Handwerker in vielen tausend ehrenamtlich geleisteten Stunden die Innenrenovierung und der Innenausbau vorgenommen. Am 3. Juni 1989 konnte es in einer Feierstunde auf dem Rathausplatz seiner Bestimmung als Heimatmuseum Epfenbach übergeben werden Der Vorsitzende Helmut Förster sprach dabei den Wunsch aus, „das Museum als ein Denkmal verstanden zu wissen, als ein Denkmal für unsere Ahnen, die sich ums Überleben noch mehr mühen mußten, als wir Heutigen". Epfenbach, das unter der Administration vom Kloster Lobenfeld stand, hat damit ein geschichtsträchtiges Haus, den alten „Fronhof" aus dem Jahr 1718, wieder einer sinnvollen Zweckbestimmung zugeführt, als Heimatmuseum unter dem Motto: "Epfenbach ein armer Bauern Dorf, uff dem Kraichgau gelegen" (nach Brinkmann: „Weisthümer").

Öffnungszeiten: von Februar bis September und November und Dezember an jedem ersten Sonntag von 14 bis 17 Uhr, sowie am Epfenbacher Markttag, dem ersten Samstag im Oktober, sonst auch nach Absprache.

Weitere Einzelheiten auf der Internetadresse: heimatmuseum-epfenbach.de

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